„AUGMENTED OHM“ eröffnet neue Wege der digitalen Unterrichtsgestaltung

Nach wochenlanger intensiver Arbeit war es am 15. September 2016 endlich soweit: Das OHM-Gymnasium Erlangen präsentierte sein innovatives Schulprojekt „Augmented OHM“ und erntete für sein Engagement jede Menge Anerkennung von Politik und Medien.

Das von der Initiative geförderte Projekt demonstriert auf bahnbrechende Weise, wie der sinnvolle Einsatz digitaler Tools den Unterricht von morgen bereichern könnte. Denn den Schülerinnen und Schülern des mittelfränkischen Gymnasiums ist es durch intelligente Verknüpfung von Virtual Reality (VR) und Augmented Reality (AR) gelungen, ein innovatives Unterrichtsszenario zu entwerfen, das zukünftig Schule machen könnte. Dafür entwickelten sie gemeinsam mit ihrem betreuenden Lehrer Thomas Zapf kreative Unterrichtseinheiten, in denen der Lernstoff mit Hilfe digitaler Medien wie Smartphones, Tablets und VR Brillen lebensecht veranschaulicht werden kann.

Hierzu gehört beispielsweise die virtuelle Modellage des menschlichen Herzens, gefolgt von der anschließenden Verwendung eines 3D-Druckers, um das Ergebnis auch haptisch erlebbar zu machen. Lehrer Thomas Zapf ist überzeugt von der zukunftsweisenden Wirkung des Projekts: „Wir können den Unterricht mit AR und VR viel anschaulicher machen. Und wir können ihn für die Schülerinnen und Schüler spannender machen. Denn sie treten nicht mehr nur als Konsumenten, sondern als Produzenten auf, die ihre Unterrichtseinheit selbst gestalten. Deswegen lohnt es sich, diesen Weg weiter zu verfolgen.“

Auch die anwesende Martina Stamm-Fibich, Mitglied des Deutschen Bundestages, zeigte sich nach der Demonstration des OHM-Gymnasiums beeindruckt von den vielfältigen Möglichkeiten, die die Virtuelle Reality im Unterricht bietet: „Was alles mit einem Smartphone möglich ist, hat mich sehr fasziniert. Das ist anschauliche Wissensvermittlung. Das ist die Richtung, in die wir in Zukunft gehen sollten, denn so muss der Unterricht von morgen aussehen.“

Der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung Stefan Müller lobte neben der Pionierleistung des OHM-Gymnasiums vor allem das Engagement der Schülerinnen und Schüler: „Ich habe hier einen großartigen Eindruck gewinnen können. Es ist wichtig, dass eine Schule vorangeht. Wir wissen, dass Spüren und Lernen zusammengehören – beides zu verbinden, vermag die Virtuelle Realität besonders gut. Im Gespräch mit den Schülern habe ich außerdem erfahren, dass der Einsatz digitaler Technologie die Motivation, sich Wissen anzueignen, steigert. Deswegen werden Schulbücher natürlich nicht verschwinden. Aber eine Ergänzung durch die Virtuelle Realität kann ich mir sehr gut vorstellen.“

Da die Initiative überzeugt ist, dass sich Lerninhalte durch den Einsatz Virtueller Reality im Unterricht hervorragend vermitteln lassen, hat sie das für die Umsetzung des Erlangener Schulprojekts erforderliche Equipment kostenfrei zur Verfügung gestellt. Steffen Ganders, Director Corporate Affairs der Samsung Electronics GmbH erklärt dazu: „Unser Anliegen ist es, den kompetenten Umgang von Schülerinnen und Schülern mit digitalen Technologien zu fördern – gerade im Hinblick auf die Anforderungen ihres späteren Berufslebens. Denn die Verbindung beider Wirklichkeiten, der Virtuellen und der Realen, könnte bereits in naher Zukunft zum Alltag gehören, und zwar nicht nur in der Schule, sondern auch in der Arbeitswelt. Gerade deshalb sind richtungsweisende Projekte wie dieses sehr wichtig.“