Frau Miller hat Sorgen

Das Projekt fußt auf dem Konzept des “problem based learning”, bei dem über ein problemorientiertes Vorgehen (Fallorientierung) Fachinhalte erarbeitet werden. Erweitert wurde dieses didaktische Prinzip um die bilinguale und handlungsorientierte Ausgestaltung der Unterrichtseinheiten in einem fächerübergreifenden Kontext. Grundlage dafür war die Fallsituation einer kanadischen Klientin, die nach einem Unfall und drohendem Heimaufenthalt eine Video-Hilfsbotschaft an die Klasse (werdende “Pflegeexperten”) richtet.

Einsatz der digitalen Unterrichtsmittel

Die Tablets wurden in verschiedenen Situationen eingesetzt. Zum einen dienten sie der Kommunikation zwischen den SuSn und der Person “Paula” während eines Skype-Meetings sowie der Kommunikation durch den E-Mail-Verkehr. Zum anderen wurde die Videofunktion genutzt, um der Klientin eine Hilfsmethode bildlich darstellen zu können.

Die Umsetzung

Die Umsetzung des Projekts lässt sich in folgende Phasen gliedern:
Eine Videobotschaft von Paula erreichet die SuS. Paula erläuterte hier in ihrer Muttersprache ihre Situation und lieferte damit erste Informationen, als englischsprachige Botschaft ist sie gleichzeitig eine Hörverstehensaufgabe. Im zweiten Schritt wurde die Botschaft analysiert und dokumentiert, weitere Fragen wurden via E-Mail und Skype-Meeting geklärt. Danach ging es um konkrete Hilfsangebote, ohne dass das Fernziel (Beibehaltung der selbstständigen Lebensweise) aus dem Blick geriet. Die SuS mussten sich mit entsprechenden pflegerisch-medizinischen Inhalten auseinandersetzen.
Nun standen Maßnahmen an, Tipps und Ratschläge wurden als Selbsterfahrung erprobt. Sie wurden als englischsprachige Videoanleitung oder Bildergeschichte aufbereitet. Dazu wurden Texte geschrieben. Zum Einsatz kamen Apps wie z. B. Leo und Videobearbeitungstools. Zum Abschluss stand die Umsetzung an, die jedoch in den Händen von Paula selbst lag.

Ergebnisse

Ein großer Erfolg der Projektidee ist in der hohen Motivation der SuS zu sehen und in ihren Arbeitsergebnissen. Alle SuS arbeiteten mit großem Engagement und Freude in ihren Teams und äußerten, dass es ihnen sehr viel Spaß gemacht habe. Sie zeigten ein großes Interesse daran, qualitativ gute, korrekte und anwendbare Produkte zu erstellen. Des Weiteren zeigte sich eine Entwicklung der Sicherheit und Selbstverständlichkeit im Umgang mit den Medien. Die SuS unterstützten sich gegenseitig, übernahmen Tutorenfunktionen und die Lehrer agierten so zunehmend in der gewünschten Moderatorenrolle.

Weitere Projekte