Spurensuche 2.0 – Besondere Persönlichkeiten der Stadt Magdeburg im Spiegel ihrer Zeit

Magdeburg hat mit seiner über 1200 Jahre alten Geschichte eine ganze Menge zu bieten. Anlass genug, einmal auf Spurensuche zu gehen. In diesem Jahr ist es der Politiker, Physiker und Erfinder Otto von Guericke. Mit Hilfe des digitalen Klassenzimmers ordneten die Schüler und Schülerinnen (SuS) seine Erfindungen in den historischen Rahmen ein, zeigten die physikalischen Hintergründe auf und bewerteten den Nutzen seiner Erfindungen für die heutige Zeit. In den nächsten Jahren sollen noch weitere Persönlichkeiten folgen.

Einsatz der digitalen Unterrichtsmittel

Die Tablets wurden überwiegend als Arbeitsmittel zur Erstellung von Medienprodukten wie interaktiven Texten, Apps, technischen Zeichnungen, Bildgestaltung, Fotos, Audios und Videos genutzt. Erstellte Inhalte wurden auf den Großbildschirm gestreamt und diskutiert. Auch die Bildungslösung „Samsung School“ wurde von den SuS getestet.

Die Umsetzung

Die Umsetzung erfolgte hauptsächlich projektorientiert. Die SuS konnten sich für ein Medienprodukt und Team entscheiden und sich individuell mit Otto von Guerickes Wirken als Erfinder und Bürgermeister auseinandersetzen. Unsere Heimatstadt ist über 1200 Jahre alt und hat eine Menge zu bieten. Sie war einst viertgrößte Stadt Europas, und viele bedeutende Persönlichkeiten haben ihre Spuren in Magdeburg hinterlassen. Denken wir nur an Hans Grade mit seinen ersten Flugversuchen, Martin Luther, der die Welt revolutionierte, Otto I., den ersten deutschen Kaiser, Georg Philipp Telemann, der die Musikwelt des Barock prägte, Hermann Gruson, den Eisenbahnpionier, oder Wilhelm Richard Wagner, der seine Oper „Das Liebesverbot“ in Magdeburg uraufführte. Anlass genug, auf Spurensuche zu gehen. Nicht irgendwie, sondern mit einem interaktiven Klassenzimmer in Form der Samsung School Solution, sozusagen Spurensuche 2.0. Keine andere Persönlichkeit ist in unserer Stadt so präsent wie Otto von Guericke. Schnell war klar: Nur durch Arbeitsteilung kann es gelingen, seinen Fußstapfen zu folgen. Durch die Nutzung von Tablets ergab sich die Möglichkeit, medial vielfältig zu arbeiten und weitgehend auf Papier zu verzichten. In vier Teams entstanden sehr unterschiedliche digitale Produkte.

Ergebnisse

Die Tablets bereicherten durch ihre vielfältigen Einsatzmöglichkeiten den Unterricht, gestatteten einen handlungsorientierten Prozess und förderten Kreativität. Mit der Hilfe des Betriebssystems „Android“ konnte unser gesamter Unterricht abgebildet werden. Voraussetzung dafür war ein gut ausgebautes Schulnetzwerk mit schnellem Internetzugang. Gut vorstellbar ist eine Schule, in der ein stiftbasiertes Tablet Hefter, gedruckte Schulbücher und Übungshefte ersetzt. Durch dessen erweiterte Kommunikationsmöglichkeiten können Sozial- und Medienkompetenzen entwickelt und gestärkt werden. Auch das Prinzip der Einheit von Produkt, Prozess und Präsentation ist in vielen Fällen einfacher und variabler umsetzbar. Durch die extreme Mobilität der Tablets erschließen sich viele neue unterrichtliche Einsatzmöglichkeiten. Mehrheitlich bereits vorhandene Fertigkeiten der Handynutzung sind ebenfalls nutzbar.

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