Schule mit Touch

Die Unterrichtseinheit “Schule mit Touch – Ein fächerübergreifendes Architekturprojekt zur Planung eines Hauses für die Schülervertretung” wurde mit den Zielen umgesetzt, die Sach- und Methodenkompetenz der SuS zu fördern und ihre Kritikfähigkeit zu erweitern. Durch die Einbeziehung der technischen Welt in den Unterricht sollte Realitätsnähe hergestellt werden, um damit die Motivation für kognitive Lerninhalte zu erweitern.

Einsatz der digitalen Unterrichtsmittel

Die Tablets kamen in allen beteiligten Fächern zum Einsatz. In Kunst dienten sie mit den Apps PicsArt und Floor Plan Creator dem Erstellen von Entwürfen und Grundrissen. In Wirtschaft/Politik erstellten die SuS mit den Tablets Tabellenkalkulationen und in Mathematik wurden sie zum Planen und Kalkulieren verwendet. Am Ende sollten die Modelle mithilfe der App SightSpace3D überprüft werden, was auch eine virtuelle Darstellung der Entwürfe im Stadtpark ermöglicht.

Die Umsetzung

Das Projekt hatte verschiedene Phasen: Recherche, Entwicklung von Gestaltungsideen in Kunst unter architektonischen Gesichtspunkten, Konstruktion und Kalkulation des Hauses, 3-D-Ausdruck der Modelle, Präsentation der Gruppenergebnisse vor einer Jury und der Presse und Ausstellung in der Schule. Bei den Gestaltungsideen in Kunst sollten dem Lehrplan adäquate künstlerische und technische Verfahren und Werkzeuge genutzt werden. In Wirtschaft/Politik sollte ein Architekt über den Ablauf des Bauvorhabens berichten. Neben dem zu beachtenden Baurecht war die Kostenberechnung dabei das Wichtigste. Dazu wurden die notwendigen Informationen gesammelt, beispielhaft Berechnungen mit Tabellenkalkulation angelegt und einer Jury präsentiert. Die in Kunst entwickelten Ideen sollten im Mathematikunterricht konstruiert werden. Dazu sollten zunächst Inhalte, die sich am Mathematiklehrplan orientieren, vermittelt werden.

Ergebnisse

Die Idee, den SuSn die Umsetzung weitgehend in die eigene Regie zu geben, um ihre Teamfähigkeit zu stärken und gleichwohl die Sach- und Methodenkompetenz zu fördern, wurde gut aufgenommen und umgesetzt. Sowohl Gruppenarbeit als auch individuelle Leistungen und Kompetenzen kamen zum Tragen. So wurde im Team geplant, binnendifferenziert gearbeitet und einige Ausführungen dann individuell gestaltet. Geschult wurde vor allem die Kritikfähigkeit gegenüber der Einzel- aber auch gegenüber der Gruppenleistung. Entgegen dem herkömmlichen Unterrichtsverfahren wurde die Realitätsnähe als besonders positiv empfunden. Die Zusammenarbeit in Kunst, Mathematik, Informatik und Wirtschaft/Politik war in dieser Hinsicht besonders bereichernd.

Weitere Projekte