Walk the Aeons

Während des Projekts sollten die SuS die Präparatensammlung der Biologie nach evolutionstheoretischen Gesichtspunkten neu sortieren und ordnen und die Tierstämme aufarbeiten. Endprodukt des Projekts sollten Hörbeiträge, Texte und Comics zu den Stämmen und ausgewählten Einzelpräparaten sein, die dann für die gesamte Schule mittels QR-Codes in der Sammlung online abrufbar sind, sodass die Evolution begehbar wird.

Einsatz der digitalen Unterrichtsmittel

Die Tablets dienten einerseits der Recherche für die teils extrem große Datenmenge, die die SuS ordnen und recherchieren mussten, andererseits auch als Arbeitswerkzeug, um aus den recherchierten Informationen z. B. Hörbeiträge zu erstellen. Danach wurden die Tablets genutzt, um die Produkte an dem zugehörigen “Präparaten-Schrank” direkt abzurufen und zu rezipieren.

Die Umsetzung

Die SuS entwickelten, aufbauend auf den Kenntnissen der vorhergehenden Unterrichtseinheiten zur Genetik, die Begriffe Vererbung und Variation und vollzogen grundlegende Mechanismen der Evolution anhand einer Simulation nach (Selektion, Mutation, Fitness). Danach erarbeiteten die SuS anhand fiktiver Lebewesen die Kompetenzen zur Stammbaumkonstruktion. In der zweiten Projektphase suchten sich die SuS einen Stamm der Animalia aus. Die Gruppen recherchierten selbstständig über ihre Taxa mittels der Tablets und stellten die definitorischen Apomorphien und die kladistische Binnenstruktur zusammen. Auf Basis dieser Informationen wählten die SuS aus der Präparatensammlung geeignete, für das Taxon exemplarische Präparate aus und ordneten diese in den Schränken der Präparatensammlung so an, dass die Position jedes Präparates die Position der Art im Taxon widerspiegelt. In der Abschlussphase erarbeiteten die SuS kurze Hörbeiträge und Comics, die über den Stamm und interessante Präparate informieren. Diese sollten an andere SuS adressiert sein. Die Beiträge wurden auf den Schulserver hochgeladen und online an die Sammlung angebunden.

Ergebnisse

Aus dem Projekt entstanden über 60 verschiedene Beiträge, die auf der Schulhomepage abrufbar sind und auf die aus der Biologiesammlung direkt zugegriffen werden kann. Nebenbei verschlankten die SuS die Präparaten- und Modellsammlung, sodass diese insgesamt übersichtlicher und leichter zugänglich wurde. Im Endergebnis entstand der geplante Lerngegenstand aus der Verschränkung realer Objekte mit einem virtuellen Raum. Dieser wird mittlerweile im Regelunterricht eingesetzt. Die Öffnung der Sammlung fand bereits während der Projektdurchführung statt: SuS kamen verstärkt in die Sammlung, um Beiträge zu rezipieren und dort zu arbeiten. Daneben entstanden bereits anschließende Projektideen von anderen Lehrern, z. B. zur Evolution der Pflanzen, die das Kernprojekt in Zukunft erweitern werden.

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